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Zweiunddreißigster Tag – „Frau, siehe, dein Sohn … Siehe, deine Mutter“


Videofassung

Bei dem Kreuz Jesu standen Seine Mutter und die Schwester Seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus Seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den Er liebte, sagte Er zu Seiner Mutter: „Frau, siehe, dein Sohn!“ Dann sagte Er zu dem Jünger: „Siehe, deine Mutter!“ Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Johannesevangelium 19:25-27

Welch schöner Liebeserweis des Sohnes Mariens, als Er sich anschickte, Seinen letzten Atemzug zu tun. Seine Sorge galt nicht Ihm selbst. Er war nicht von Selbstmitleid und Verzweiflung erfüllt. Vielmehr sorgte Er sich um diejenigen, die Er liebte. Zuerst wandte Er sich dem Verbrecher am Kreuz zu und verhieß ihm das Paradies. Und dann vertraute Er Seine eigene geliebte Mutter Seinem geliebten Jünger Johannes an. „Frau, siehe, dein Sohn!“ „Siehe, deine Mutter!“

In diesem kostbaren Augenblick wandte die Mutter Gottes ihren Blick von ihrem Sohn Jesus ab, um voller Liebe auf Johannes zu schauen, ihr neues Kind in der Ordnung der Gnade. Johannes, der einzige Jünger, der Jesus während Seines ganzen Leidens und Sterbens nahe geblieben war und der bei unserer seligen Mutter ausharrte, als sie vor dem Kreuz stand, wandte sich ihr zu und blickte voller Liebe auf seine neue Mutter in der Ordnung der Gnade.

Dieser Akt des Gebens und Empfangens war nicht nur für unsere selige Mutter und für Johannes bestimmt. Er war als Gebot für uns alle gedacht. Wir alle sind eingeladen, in der Person dieses geliebten Jüngers am Fuß des Kreuzes gegenwärtig zu sein. Jesus blickt vom Kreuz auf uns alle und sagt: „Siehe, deine Mutter!“ Und Er weist Seine eigene geliebte Mutter an, sich jedem Einzelnen von uns mit Liebe und Zuneigung zuzuwenden und in jedem von uns ihr eigenes geliebtes Kind zu sehen.

Unsere allerseligste Mutter ist die neue Eva, die neue Mutter aller Lebenden in der göttlichen Ordnung der Gnade. Sie ist die Mutter und Königin des neuen Reiches und der neuen Familie Gottes. Wenn wir zu diesem neuen Reich der Gnade gehören wollen, müssen wir unsere neue Mutter liebevoll annehmen.

Johannes nahm unsere allerseligste Mutter zu sich in sein Haus auf, liebte sie und wurde von ihr geliebt. Die mütterliche Fürsorge Marias befähigte Johannes, den Willen Gottes bis zum Ende seines Lebens anzunehmen. Auch wir müssen unsere allerseligste Mutter in das Haus unseres Herzens aufnehmen und sie als unsere eigene Mutter annehmen. Sie wird uns ihrerseits in die Arme schließen und uns den Weg zu ihrem göttlichen Sohn weisen.

Betrachte heute diese schönen Worte Jesu. Höre sie so, als wären sie an dich gerichtet. Höre, wie Jesus zu dir sagt: „Siehe, deine Mutter.“ Schau auf die selige Jungfrau Maria, die Mutter Gottes und die Königin des Himmels und der Erde. Wende dich ihr zu, liebe sie und nimm ihre mütterliche Führung und Fürsorge an. Lass dich von ihr in die Arme schließen und in ihrem Herzen willkommen heißen.

Meine liebste Mutter und Königin, als du vor dem Kreuz deines Sohnes standest, war das Einzige, was deinen Blick von deinem Sohn ablenkte, die Einladung Jesu, auf dein neues Kind in der Gnade zu schauen. Ich bin dieses Kind, liebe Mutter, und ich danke dir für den liebevollen Blick, den du mir schenkst.

Meine liebe Mutter, ich nehme dich in das Haus meines Herzens auf, damit du in der Ordnung der Gnade meine geistliche Mutter bist. Ich nehme dich als meine Königin an und suche deine mütterliche Fürsorge und Führung. Zieh mich zu deinem göttlichen Sohn, liebe Mutter, und bete für mich, damit ich in meinem Leben vor allem anderen Ihn suche.

Mein liebender Herr Jesus, als Du am Kreuz hingst, war Dein tiefstes Verlangen das Heil der Seelen. Von Deinem Kreuz herab schaust Du auf mich, einen geringen Sünder, und vertraust mir Deine eigene Mutter an. Ich danke Dir für dieses unfassbare Geschenk und nehme die mütterliche Fürsorge der Königin des Weltalls und Mutter aller Menschen an.

Mutter Maria, bitte für mich. Jesus, ich vertraue auf Dich.

Dreiunddreißigster Tag – „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

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